Alte Salzstrasse
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Bedeutung des Salzes im Mittelalter

Sicher, auch wir schätzen das Salz heute, doch die Bedeutung dieses "Weissen Goldes" ging im Mittelalter über unsere heutige Verwendung weit hinaus. Neben der Tatsache, dass das "Salz in der Suppe" als universelle Würze sogar sprichwörtlich geworden ist, war es vor allem als Konservierungsmittel unersetzbar. Ohne die Möglichkeit, Nahrungsmittel durch Kühlung haltbar zu machen, blieb vor allem bei Fisch und Fleisch keine andere Möglichkeit, als es einzusalzen und besonders in den Sommermonaten vor dem Verfall zu schützen.

Salz

Salz - seit eh und je ein lebenswichtiger Rohstoff

Dabei hatte gerade der Ostseeraum mit seiner groß angelegten Fischerei einen enormen Bedarf: Um fünf Fass Heringe einzulagern, brauchte man ein ganzes Fass Salz. Heringe als der beste Lagerfisch hatten eine für uns kaum mehr nachvollziehbare Bedeutung: sie galten als Fastenspeise, die auch an den kirchlichen Feiertagen genossen werden durfte, und waren demnach ebenfalls in den südlichen Bereichen Deutschlands wichtig.

Generell gab es nur drei Möglichkeiten der Salzgewinnung: durch Meerwasser, was hier im nördlichen Raum durch die fehlende Sonneneinstrahlung schwierig war, durch den Bergbau und durch die Verarbeitung von stark salzhaltiger Sole in speziellen Salinen.
Da viele Gebiete aufgrund geologischer Bedingungen keinen Zugang zum Salz hatten, wurde das kostbare Mineral oft über weite Strecken transportiert und galt als eines der wichtigsten Handelsgüter des Mittelalters.