Die Alte Salzstraße
Die Alte Salzstraße - oder auch "via regia", der Königsweg - von Lüneburg nach Lübeck brachte das in der Salzstadt geförderte Weiße Gold über Mölln an die Ostsee, wo es den Heringsfängern zur Haltbarmachung ihrer Fänge diente, und noch weiter bis in das Baltikum und nach Skandinavien.
Die Strecke zwischen der Salzstadt Lüneburg und der Hansestadt Lübeck ist um die 130 Kilometer lang und führt vorbei an den Städten Lauenburg an der Elbe, Mölln und Ratzeburg.

Im Mittelalter waren die Straßen trotz des hochtrabenden Namens "Königsweg" kaum mehr als Sandwege, die dementsprechend durch Regenfälle schwer passierbar werden konnten, vor allem mit beladenen Handelskarren. Ein Salztransport brauchte für die Strecke gut drei Wochen. Da Salz zu einem Massentransportgut geworden war, litten die Wege zunehmend unter den Fuhrwerken. An vielen Stellen wurden schlechte Wegstellen immer wieder umfahren, so dass schließlich mehrere Spuren nebeneinander her liefen - gewissermaßen die unfreiwillige Vorform der heutigen mehrspurigen Autobahnen. Steilere Anstiege und sumpfige Stellen konnten von den Fuhrwerken oftmals nicht aus eigener Kraft überwunden werden, so dass sie in nahegelegenen Ortschaften weitere Zugtiere zur Unterstützung mieten mussten - selbstverständlich führte das dazu, dass die schlechten Wegstrecken nicht ausgebessert wurden, da die Verleiher ansonsten ihr Einkommen verloren hätten.
Die langsamen Wagen mit den bis zu sechs Zugpferden waren auf den langen Straßen eine eher leichte Beute für Wegelagerer und Raubritter - deswegen schloss man sich zu noch langsameren, aber sicheren Wagenzügen zusammen. Es war kaum möglich, mehr als 30 Kilometer am Tag zurück zu legen.
Nicht zuletzt aus diesen Gründen wurde der Handel später hauptsächlich auf die Wasserwege verlegt.
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